400 Namen. 400 Leben. 400 Tote. Wider das Vergessen.

28.01.2026

400 Namen. 400 Leben. 400 Tote. Wider das Vergessen.

Am internationalen Auschwitz-Gedenktag gedenkt die Eggeschule den Opfern des Vernichtungslagers Sobibor.

Erinnern heißt nicht, in der Vergangenheit stehen zu bleiben. Erinnern heißt, Verantwortung für die Gegenwart zu übernehmen.

Am 27. Januar, dem internationalen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus, hat unsere Schule einen besonderen Projekttag gestaltet. Initiiert und organisiert wurde er von der Fachschaft Gesellschaftslehre (GL) und dem Wahlpflichtkurs Erinnerungskultur.Im Mittelpunkt stand das Vernichtungslager Sobibor, das stellvertretend für den Holocaust betrachtet wurde. Bewusst wurde dieser Ort gewählt, um zu zeigen, dass hinter dem Begriff „Holocaust“ unzählige einzelne Schicksale stehen. Sobibor ist ein Lager, in dem täglich etwa 400 Menschen ermordet wurden – eine Zahl, die ungefähr der Anzahl der Schülerinnen und Schüler entspricht, die sich an diesem Projekttag beteiligt haben.

In der Vorbereitung setzten sich die Schülerinnen und Schüler intensiv mit Einzelschicksalen und Biografien von Menschen auseinander, die in Sobibor ermordet wurden. Grundlage waren unter anderem Daten aus der Gedenkstätte Yad Vashem. Ziel war es, Geschichte nicht abstrakt zu betrachten, sondern persönliche Lebensgeschichten sichtbar zu machen.

Auf Plakaten stellten die einzelnen Klassen ausgewählte Insassen des Lagers vor. Zusätzlich beschrifteten die Schülerinnen und Schüler 400 Holzwürfel mit den Namen von Menschen, die in Sobibor ihr Leben verloren. Diese Holzwürfel wurden zu einem gemeinsamen Mahnmal im Rahmen eines Gedenkaktes in der Aula unserer Schule zusammengefügt – schlicht, eindrucksvoll und bewegend.
Auch der Bürgermeister der Stadt Willebadessen, Norbert Hofnagel, nahm an der Veranstaltung teil und fand sehr wertschätzende und anerkennende Worte für das Engagement der Schule und der Schülerinnen und Schüler.

Ein wichtiger Anlass für diesen Gedenktag war auch die Auseinandersetzung mit aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen. Angesichts eines zunehmenden Wiederaufkommens antisemitischer Tendenzen sollte das Projekt ein Zeichen setzen: für Erinnerung, für Verantwortung und dafür, dass sich Ausgrenzung und Menschenfeindlichkeit nicht wiederholen dürfen.
Besonders beeindruckend war das achtsame und respektvolle Verhalten der Schülerinnen und Schüler während des gesamten Tages. Sie gaben dem Gedenken einen Rahmen, der zeigte, dass Erinnerungskultur lebendig ist – und heute mehr denn je gebraucht wird.

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